Tarifvertrag bahn hessen

Wenn also Streiks für alle schwierig, störend und kostspielig sind, wie kann dann der gemeinsame Prozess der Aushandlung von Arbeitsbedingungen wirksam werden? Schließlich ist dies einer der Hauptgründe für die Existenz von Gewerkschaften: für eine Gruppe von Arbeitnehmern über ihre Beschäftigungsbedingungen zu verhandeln: Bezahlung, Urlaub, Ausbildung und dergleichen. Tarifverhandlungen haben eine grundlegende Begründung: Sie beseitigen die Gefahr, dass Manager einzelne Arbeitnehmer willkürlich behandeln, und sorgen dafür, dass die Spielregeln für beide Seiten klar sind. Auch hier gibt es ein größeres Problem: Tarifverhandlungen, wenn sie funktionieren, bleiben eine der wirksamsten Möglichkeiten, die Ungleichheit in einer Volkswirtschaft insgesamt zu verringern. Da das Vereinigte Königreich die Vertretung von Gewerkschaften und Tarifverhandlungen immer schwieriger gemacht hat, hat sich der Unterschied zwischen den am niedrigsten und den am höchsten bezahlten Arbeitnehmern dramatisch vergrößert, was viele soziale Probleme mit sich bringt. Die Nachricht in dieser Woche, dass die Gewerkschaft Schiene, Schifffahrt und Verkehr (RMT) angedrohte Streikaktionen bei der Bahn abgesagt hatte, kam zweifellos als willkommene Erleichterung für viele Reisende, Arbeitnehmer und Manager. Die RMT erwägt nun nach einigen mühsamen Verhandlungen ein drastisch erhöhtes Gehaltsangebot und ein “Job-Security-Paket”. Für andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst, deren Gewerkschaften weniger geliefert haben, könnte dies jedoch weniger ermutigende Nachrichten sein. Im Jahr 2014 haben Arbeitnehmer in 12 von 16 Bundesländern gegenüber ihren Arbeitgebern ein Recht auf einen kurzfristigen bezahlten Bildungsurlaub (in Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es keine Regelung für Urlaub). Baden-Württemberg gewährt ab 1. Juli 2015 Bildungsurlaub). In der Regel haben Arbeitnehmer Anspruch auf 5 Tage bezahlten Bildungsurlaub pro Jahr, der auf 10 Tage in 2 Jahren blockiert werden könnte.

Einige Staaten erlauben, Blätter für bis zu 20 Tage zu blockieren. Berlin gewährt Arbeitnehmern bis 25 Jahren ein Recht auf 10 Tage. Das Saarland ist das einzige Bundesland, das von den Arbeitgebern nur 3 Tage bezahlten und weitere 3 Tage unbezahlten Urlaub vorschreibt. Während ihres Ausscheidens können die Mitarbeiter entweder eine staatsbürgerliche Oder berufliche Weiterbildung absolvieren. Die Arbeitnehmer erhalten während des Urlaubs weiterhin Lohnzahlungen und behalten alle Rechte gegenüber dem Arbeitgeber und dem Sozialversicherungssystem. Die Arbeitgeber tragen die Lohnkosten. Ausnahmen sind nur Rheinland-Pfalz (eine Pauschale pro Urlaubstag für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten) und Mecklenburg-Vorpommern (Wiederfinanzierung eines Pauschalbetrags von 110 EUR für jeden Tag der staatsbürgerlichen Bildung und 55 EUR für jeden Urlaubstag für berufliche Weiterbildung). Es gibt keinen statistischen Überblick über die Begünstigten in den bundesländern. Einer Schätzung zufolge nutzt etwa 1 Prozent der Beschäftigten jedes Jahr Urlaub, allerdings mit erheblichen Unterschieden in den Bundesländern.

Über den Bildungsurlaub auf einer Rechtsgrundlage hinaus gibt es verschiedene Tarifverträge, in denen einige Rechte auf Bildungsurlaub festgelegt sind. Einer Schätzung zufolge sind 25 Prozent der Erwerbstätigen durch einen Tarifvertrag mit einer Regelung für Bildungsurlaub abgedeckt. Es gibt eine Datenbank über diese Vereinbarungen (www.initiative-weiter-bilden.de/vereinbarungen_zur_weiterbildung…. ). Darüber hinaus gibt es in vielen Unternehmen Vereinbarungen über Bildungsurlaube auf Unternehmensebene. Http://www.bildungsurlaub.de/files/bersicht%20ber%20die%20Regelungen%20in%20den… Das wiederum stärkt die Hand der Gewerkschaftsverhandler und trägt – wie bei der RMT geschehen – oft dazu bei, dass vor dem ersten erklärten Streiktag eine Einigung zustande kommt. Die Eisenbahner haben vielleicht andere Vorteile, wie wir oben besprochen haben, aber die mächtigsten könnten ihre einfache Bereitschaft sein, hinauszugehen.

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